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|  | Porträts: Podologinnen |  | | | "Man darf nicht zimperlich sein"
Jacqueline Bolliger, 22, Podologin seit 2 Jahren "Man arbeitet nicht nur mit den Händen, sondern muss auch psychologisches Fingerspitzengefühl haben. Das braucht Konzentration, macht aber die Arbeit auch spannend. Wichtig ist zudem ein sicheres Auftreten, Einfühlungsvermögen für die Kundschaft und Teamfähigkeit. Es ist etwas sehr Intimes, die Füsse einer fremden Person anzufassen. Man muss immer darauf achten, dass man die richtige Balance findet zwischen Vertrautheit und Abgrenzung."
"Ich muss mit Menschen zu tun haben"
Regula Kuster-Tellenbach, 34, Podologin mit eigener Praxis "Ich konnte mir nie einen Beruf vorstellen, wo man nur im Büro sitzt. Ich muss mit Menschen zu tun haben. Podologinnen sind meistens Leute, die sich für einen medizinischen Beruf interessieren, aber nicht als Pflegefachleute oder Praxisassistenten arbeiten möchten. Als Podologin hört man viele Geschichten und Probleme von Menschen, ähnlich wie eine Coiffeuse. Eine ‹Berufskrankheit› ist, dass ich im Sommer den Leuten auf die Füsse schaue und manchmal denke: Der oder die könnte auch mal eine Behandlung vertragen."
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