"Vor 20 Jahren gab es auf dem Bau kaum Frauen"
Eva Nagy, Geschäftsführerin "Weil ich in der elterlichen Glaserei arbeiten wollte, absolvierte ich nach meiner KV-Lehre noch eine Lehre als Glaserin. Heute kümmere ich mich in erster Linie um die Geschäftsführung. Vor rund 20 Jahren gab es auf dem Bau kaum Frauen. Die Männer zogen meine technischen Kompetenzen in Zweifel. Jetzt kennt man mich, und die Bauherrschaft, die Architektinnen, die Schreiner und die Metallbauerinnen lassen sich gerne von mir beraten. Dank den neuen Weiterbildungsmöglichkeiten wird unsere sich wandelnde Branche zunehmend interessierte junge Frauen und Männer anziehen."
Glas ist sensibel wie eine Primadonna
Michel Mlaker, Glaser Es gibt Tage, die sind für Michel Mlaker wie Wundertüten: Da weiss er nicht, welche Arbeiten auf ihn warten. "Ich bin froh, dass ich diesen Beruf gewählt habe. Ich bin oft auf dem Bau, und lerne auf Montage die ganze Schweiz kennen. Zugleich habe ich aber einen sehr speziellen Beruf, der voller Herausforderungen steckt." Kommt dazu, dass Glas sensibel wie eine Primadonna ist: Wer in eine Wand knallt, ist aus dem Rennen. Die Platte, die Michel heute Morgen schnitt, war im Durchmesser keinen Meter rund und wog schon 16 Kilogramm. Michel betreibt Krafttraining, seinem Rücken zuliebe. Er schätzt die Teamarbeit auf Montage, die Selbstständigkeit, das Glas.
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