Die Soziolog/innen verteilen sich nach dem Studium über ein sehr breites Spektrum aller möglichen Beschäftigungsbereiche. 50 Prozent arbeiten im öffentlichen Dienst und weitere 20 Prozent zwar in der Privatwirtschaft, nicht aber im gewinnorientierten Sektor. Typische Soziologenstellen sind kaum auszumachen. Es gibt auch keine traditionellen Strukturen für den Berufseinstieg der Soziolog/innen.
Die Beschäftigungssituation präsentiert sich für die Soziologinnen und Soziologen meist vergleichsweise ungünstig. Sie sind in der Regel häufiger als die Absolventen insgesamt erwerbslos und auf Stellensuche. Die Beschäftigungssituation der Soziolog/innen wird in wirtschaftlich ungünstigen Phasen, wie sie auch 2009 anzutreffen ist, eher stärker beeinträchtigt als diejenige der Gesamtheit der Universitätsabgänger/innen. Die Zahl der erwerbslosen Stellensuchenden kann dann auf deutlich über zehn Prozent steigen, 2009 sind es 14 Prozent. Die Soziolog/innen können ihre Berufschancen deutlich verbessern, wenn sie schon während des Studiums durch selbstständige Arbeiten (Lizentiats- oder Masterarbeiten, Dissertationen) oder durch Studienerwerbstätigkeiten Kontakt zu späteren Arbeitsgebieten suchen. 70 Prozent von ihnen haben auch während des Studiums eine Erwerbstätigkeit mit inhaltlichem Zusammenhang zur Soziologie ausgeübt. Gleichwohl folgt für viele nach dem Studium eine Phase an unsicheren Durchgangspositionen, über welche die Soziolog/innen sich in längerfristige Berufstätigkeiten einarbeiten müssen.
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