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|  | Porträts: Schauspiel, Gesang, Tanz |  | | | Annette Lober, 21
Schauspielstudentin an der Hochschule für Musik und Theater Zürich "Schauspielerei ist die Fähigkeit, andere Biografien in sich entstehen zu lassen. Andere Lebensentwürfe, neue Welten, irre Geschichten zu inszenieren. Theater bedeutet für mich einen ganz eigenen Mikroorganismus. Die Möglichkeit, verschiedene Charakterzüge auszuleben oder gar Biografien zu spielen, die mit dem eigenen Ich nichts zu tun haben, das ist faszinierend. Schauspiel ist die Legitimation, ein Verhalten an den Tag zu legen, das man sonst vielleicht eher nicht auslebt. Im richtigen Leben kommt man mit einem miesen Charakter ins Gefängnis, im Theater bekommt man Applaus."
Jason Nicoll, 31
Bühnentänzer am Theater Basel Ihm zuzuschauen ist wundervoll, er tanzt nicht, er fliegt. Wie anstrengend seine Arbeit ist, sieht man nur an seinem Brustkorb, der Luft schöpft. "Das Tanzen passiert und ist wunderbar, tiefe Emotionen löst der Applaus aus – bei mir zumindest. Vor allem Premierenapplaus und wenn der dann noch bei der zweiten oder sogar dritten Vorstellung in der gleichen Intensität den Raum füllt, dann – ja, doch, dann ist es da, dieses Gefühl von Leichtigkeit."
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